Neuer Chef fürs Bauamt

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Stadt Wildeshausen strukturiert Fachbereich um

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die Stadt Wildeshausen strukturiert ihren Fachbereich Stadtentwicklung, Bau und Umwelt neu. Derzeit ist die Stelle eines Technischen Dezernenten oder einer Technischen Dezernentin ausgeschrieben. „Wir wollen diesen Bereich personell stärken und fachlich aufwerten“, sagte Stadtsprecher Hans Ufferfilge auf Nachfrage von Die Hunte.
Der neue Dezernent oder die Dezernentin übernehmen die verantwortliche Leitung des technisches Bereichs und die Verantwortliche Leitung des technischen Bereiches und fachliche Aufsicht über den Fachbereich Stadtentwicklung-, Bau- und Umwelt. Zu den Aufgaben gehört auch das Projektmanagement und Controlling aller bedeutenden Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen sowie die Planung, Koordination und Umsetzung hauseigener Planungsleistungen.
Die Verwaltung reagiert mit der Stellenausschreibung offenbar auf die negativen Erfahrungen bei einigen Großprojekten in den vergangenen Jahren. Beim Neubau der St.-Peter-Schule ließ der beauftragte Abbruchunternehmen den größten Teil des belasteten Bauschutts auf der Baustelle liegen und machte sich aus dem Staub.
Die Sanierung der Pagenmarsch scheint sich zu einem Fass ohne Boden zu entwickeln. Statt der veranschlagten 1,3 Millionen Euro sind bislang Kosten in Höhe von rund 2,85 Millionen Euro aufgelaufen. Unter musste deutlich mehr belasteter Boden abgefahren werden, als vom Gutachter Krauss & Partner prognostiziert. Auch wurde der Füllsand ,der als Austausch für den Bodenaushub eingebracht wurde, nach Tonnen abgerechnet und nicht nach Kubikmetern. Eine Feuchtigkeitsprobe des Sandes erfolgte jedoch nicht.
Weitere Kosten für die Pagenmarsch könnten hinzukommen. Derzeit untersucht eine Fachbüro den Baugrund für das neue Feuerwehrhaus, das sich dort noch Torflinsen befinden. Sollten diese Probebohrungen weitere unerwartete Dinge zu Tage fördern, dürften die Kosten weiter deutlich steigen. Und auch bei der Kalkulation der Sanierung der Holzhauser Straße gab der Fachbereich Bau kein gutes Bild ab. Die veranschlagten Investitionskosten verdoppelten sich nahezu, noch bevor überhaupt ein Handschlag an der Straße getan wurde.
Für den Neubau des Hallenbades und des Feuerwehrhauses setzten Verwaltung und Politik auf die Unterstützung von externen Controllern. Mit Erfolg, beim Hallenbad wurde bei den Kosten nahezu eine Punktladung erreicht.
Angesichts der großen und vielfältigen Aufgaben und Projekte scheint der Fachbereich seit Jahren personell unterbesetzt. Das könnte sich jetzt ändern.

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