Neuer Glanz für's Henry-Garde-Denkmal

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Skulptur an der Visbeker Straße wurde von Wildeshauser Künstler geschaffen

Wildeshausen (msi). Viele Wildeshauser mögen achtlos an der großen, eisernen Skulptur am Eingang zur Hermann-Ehlers-Straße vorbeigehen. Wie eine Eisenmauer ragt das vom Wildeshauser Künstler Henry Garde geschaffene Kunstwerk in die Höhe. Jetzt haben sich Fachleute des Monuments angenommen und es zu neuem Glanz gebracht. Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt hatten in den vergangenen Wochen zunächst das Umfeld freigeschnitten und die Fläche mit Holzschreddermaterial aufgefüllt. Dann erfolgte eine fachmännische Sanierung der Skulptur mit einem neuen Farbanstrich. Die gewählten Farbtöne basieren auf Grundlage von Fotoaufnahmen aus der Entstehungszeit und entsprechen somit dem ursprünglichen Design des Henry-Garde-Denkmals, teilte die Stadtverwaltung mit.

In neuem Glanz erstrahlt das von Henry Garde erschaffene Denkmal an der Visbeker Straße, Ecke Hermann-Ehlers-Straße. Foto: Stadt Wildeshausen.
In neuem Glanz erstrahlt das von Henry Garde erschaffene Denkmal an der Visbeker Straße, Ecke Hermann-Ehlers-Straße. Foto: Stadt Wildeshausen.

Henry Garde, Jahrgang 1899, lebte von 1949 bis zu seinem Tode 1977 in Wildeshausen. In der Hansestadt Bremen war er unter anderem als Chefgrafiker für das Kaffeeunternehmen Kaffee-HAG von Dr. Ludwig Roselius tätig. Doch Garde war auch ein erfolgreicher Maler, Illustrator und Bildhauer, wie die Skulptur an der Hermann-Ehlers-Straße zeigt. Das Monument aus Eisen und Zement mit seinen nach oben gerichteten Pfeilen symbolisiert den Vorwärtsdrang der Menschheit.
Wildeshausen wurde seine zweite Heimat. Von 1956 bis 1964 und von 1968 bis 1972 saß er für die SPD im Stadtrat. Zuvor hatte Garde den Ortsverein der SPD aufgebaut, 1970 wurde er zu deren Ehrenvorsitzenden ernannt. Von 1961 bis 1972 gehörte Henry Garde dem Kreistag des Landkreises Oldenburg an.
Nach seinem Tode im Jahr 1977 wurde er auf dem Wildeshauser Friedhof beigesetzt.
Künftig wird ein Hinweisschild an der Skulptur an der Hermann-Ehlers-Straße an den Künstler erinnern. Die Oldenburger Journalistin Britta Lübbers hat sich in einem Aufsatz für die „Wildeshauser Schriften für Heimat, Geschichte und Kultur“ ausführlich mit Leben und Werk von Henry Garde befasst.

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Kommentare

Kommentar von Erwin Hartmann |

Henry Garde, war als Kurgast in der Pension meiner Mutter in Daun/Eifel untergebracht, als Dank, malte Er ihr, zwei Aquarelle, Notare Dame, und das Elternhaus meines Vaters. Die Gemälde befinden sich immer noch in meinem Besitz. Erwin Hartmann Daun/Eifel

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