Nicht nur was für Männer

(Kommentare: 0)

Lemoine Stuntshow zerlegte Autos in Wildeshausen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. „Das Beste kommt zum Schluss“, derTitel des Hollywoodstreifens mit Jack Nicholson und Morgan Freeman galt am Donnerstagabend auch die die Monster-Truck-Show in Wildeshausen. Das Lemoine Stuntteam hatte seine Arena auf dem Parkplatz der Diskothek Fun Factory aufgeschlagen. Auf die gut 80 Zuschauer warteten spektakuläre Stunts, Auto- und Motorradakrobatik und die gigantischen Monster-Trucks. Gleich zwei Exemplare der Boliden hatte Lemoine mit nach Wildeshausen gebracht.

Zunächst galt es aber für das Publikum zu warten. Für 18 Uhr war die Stuntshow angekündigt, doch erst um 18.30 Uhr öffneten sich die Kassen. Das Team hatte vergeblich auf noch mehr Besucher gewartet. „In Twistringen hatten wir um diese Uhrzeit über 200 Zuschauer“, ärgerte sich Alexander Lemoine ein wenig. Er war Donnerstagabend der Cheffahrer des sechsköpfigen Stuntteams. Youngster waren dabei Alexander jun. Und Patrick jun., beide acht Jahre alt. Die beiden Stuntknipse waren voll in die Show eingebunden und zeigten auf ihren Crossmaschinen waghalsige Sprünge.

Los ging es jedoch mit Autoakrobatik. Alexander und Patrick Lemoine (die Väter der Steppkes), bewiesen, das ein Auto eigentlich nur zwei Räder braucht. Über eine Rampe brachten sie die beiden BMW in Schräglage und kurvten so über den Platz, Kurven ,Achten oder auch der „Faststillstand“ des Pkw waren kein Problem. Drei junge Damen aus dem Publikum durfte eine Runde als Fahrgäste mitfahren. „Das war echt geil“, befand Sarah (29) aus Visbek anschließend. Und auch Freundin Linda (22) aus Wildeshausen war begeistert: „Das hat total viel Spaß gemacht.“ Dritte im Bunde war Marta aus Wildeshausen .Sie durfte auf dem Beifahrersitz neben Chauffeur Patrick Lemoine Platz nehmen.

Ein wahres Multitalent der Kaskadeure ist der 17-Jährige Wesley Lemoine. Übersprang er zunächst mit seiner Motocrossmaschine mühelos mehrere Pkw, zeigte er auch als Crashfahrer sein Können. Eine alte Rostlaube jagte er über eine Rampe, verriss absichtlich das Steuer und brachte so den Pkw zum Überschlag. Drei Mal rollte das Auto über das Dach, bevor Wesley unbeschadet aus dem Wrack kletterte. Nicht wenig später der nächste gewollte Crash beim sogenannten Autobowling. Dabei wurde der zuvor verschrottete Pkw senkrecht auf den Platz gestellt und der 17-Jährige Stuntfahrer jagte mit einem weiteren Schrottvehikel in das Hindernis. Dieses überschlug sich über den zweiten Pkw und landete wieder auf allen vier Rädern. Spektakulär auch der Feuerstunt, bei eines der Teammitglieder auf dem Dach eines Autos liegend durch eine Feuerwand raste.

Höhepunkt des Abends aber waren die beiden Monster-Trucks. Das Police-Car ist bereits aus dem Fernsehen bekannt .Und der „Spiderman“ mit seinen 1500 PS wurde eigens aus Amerika importiert. Ohne große Probleme zermalmten die beiden Trucks mit ihren überdimensionalen die Reste der Schrottautos platt. Wer den Mut hatte, konnte eine Runde mit dem Monster-Truck mitfahren, gegen ein kostenpflichtiges Ticket. Und nicht erst damit begann für einige Zuschauer das Ärgern. Denn die Eintrittspreise waren vergleichsweise recht teuer, auch wenn das Lemoine Stuntteam einen entsprechenden Aufwand betreibt. Die Show-Fahrzeuge müssen unterhalten, immer neue Schrottfahrzeuge herbeigeschafft werden. „Wenn ich die Preise vorher gekannt hätte, wären wir nicht gekommen. Aber ich hatte meinen beiden Söhnen das versprochen“, sagte ein Vater. Er zahlte für sich und seine beiden Sprösslingen 41 Euro Eintritt. Hinzu kamen noch jeweils 5 Euro für die Monster-Truck-Fahrt der Söhne. Und in der Pause gab es Bockwurst, Popkorn und Limonade. Also, ein nicht gerade günstiger Abend. Dafür war der Unterhaltungsfaktor garantiert.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 9 plus 5.