Planer bleibt wohl an Bord

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Feuerwehrhausneubau erneut Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Fremdenverkehr, Sport und Kultur befasst sich am 8. Dezember erneut mit dem Neubau des Feuerwehrhauses in der Pagenmarsch. Dabei geht es vor allem um die Kostenentwicklung, denn bislang liegt der Verwaltung noch immer keine vollständige Kostenkalkulation vor. Klar ist offenbar ,dass der beauftragte Planer, der zuletzt immer mehr in den Mittelpunkt der Kritik geraten war, an Bord bleibt. Ein Rechtsanwalt der Stadt hatte empfohlen, den Vertrag mit dem Büro nicht aufzuheben. Eine Trennung vom Planer würde vermutlich weitere, nicht unerhebliche Kosten nach sich ziehen.

Das Baugelände in der Pagenmarsch, auf dem das Feuerwehrhaus entstehen soll, ist nach wie vor verwaist. Foto: Martin Siemer
Das Baugelände in der Pagenmarsch, auf dem das Feuerwehrhaus entstehen soll, ist nach wie vor verwaist. Foto: Martin Siemer

Dabei hatte die Stadtverwaltung zu Beginn der Planungen ein Fachbüro vorgeschlagen, welches unter anderem am Bau der Feuerwache 2 der Stadt Oldenburg beteiligt war und auch sonst über reichlich Erfahrung im Bau von Feuerwehrhäusern verfügt. Der Verwaltungsausschuss hatte sich seinerzeit jedoch für das Wildeshauser Architekturbüro Künzel, Pohl & Partner ausgesprochen, welches wiederum über nur geringe Erfahrungen mit Feuerwehrhäusern verfügt. So waren in den ersten Entwürfen unter anderem die Fahrzeughallen zu klein bemessen. Die großen Löschfahrzeuge wären in der Halle nicht von oben begehbar gewesen, um zum Beispiel Gerätschaften auszutauschen.

Auch wurde die vom Planer vorgelegte Kostenkalkulation vom von der Stadt beauftragten Controllingbüro bemängelt. Zudem liegt nach Informationen von Die Hunte bislang nur die Kalkulation für den Neubau vor. Die Kosten für die Außenanlagen und die Mehraufwendungen für die im Frühjahr festgestellte Torflinse sind immer noch nicht beziffert.

Einen Schritt weiter ist die Stadt bei der Aufarbeitung des Kostendebakels um das Baugelände in der Pagenmarsch. Nach Informationen von Die Hunte fordert die Stadt vom federführenden Ingenieurbüro Krauss & Partner einen Teil des gezahlten Honorars zurück. Das Büro hatte die Sanierungskosten mit rund 1,3 Millionen Euro kalkuliert. Die Ausschreibung der Maßnahme war mit 900.000 Euro sogar noch deutlich günstiger. Am Ende musste die Stadt jedoch über 2,8 Millionen Euro für die Sanierung der ehemaligen Müllkippe zahlen, auf der künftig das Feuerwehrhaus entstehen soll.

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