Platz für Grundschüler schaffen

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SPD und CDU-Ratsfraktionen bringen Hunteschule in Spiel

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Schenkt man den Schulentwicklungsplänen der vergangenen Jahre Glauben, müsste es für alle Grundschüler in Wildeshausen genügen Platz geben. Das Gegenteil ist der Fall. Alle Grundschulen platzen aus den Nähten. An der Wallschule im Hagen sorgen Containerklassen zumindest für ein wenig Entspannung in der Raumsituation.
Unabhängig voneinander haben jetzt die SPD- und di CDU-Stadtratsfraktion Anträge an Bürgermeister Jens Kuraschinski gestellt, um für das kommende Schuljahr Abhilfe zu schaffen.
Und beide Fraktionen bringen die Hunteschule / Förderschule Lernen ins Spiel. Denn diese wird auf absehbare Zeit aufgelöst, weil das Land Niedersachsen diese Förderschulen im Zuge der Inklusion abschafft.

In der Hunteschule an der Heemstraße könnten künftig möglicherweise Grundschüler unterrichtet werden. Foto: Martin Siemer
In der Hunteschule an der Heemstraße könnten künftig möglicherweise Grundschüler unterrichtet werden. Foto: Martin Siemer

Für die SPD hatte Hartmut Frerichs beantragt, dass die Stadt mit dem Landkreis Oldenburg Verhandlungen aufnimmt, um die Rückübertragung der Hunteschule an die Stadt zu erreichen. Der Landkreis als Träger der Förderschule hatte seinerzeit die Liegenschaft von der Stadt übernommen. Im Vertrag vom 18. Juli 2003 ist auch die Rückabwicklung geregelt. „ Sollte das Grundstück vom Landkreis Oldenburg nicht mehr für Schulzwecke benötigt werden, ist jede Vertragspartei berechtigt, aber nicht verpflichtet, von diesem Grundstückskaufvertrag zurückzutreten.“ heißt es dort. Als Kaufsumme sind 500.000 Euro eingetragen. Frerichs schlägt zudem vor, dass freie Räume in der Hunteschule durch die Wallschule genutzt werden sollten, auch wenn der Schulbetrieb der Hunteschule vorerst weiterläuft.
Auch die CDU-Ratsfraktion beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der Raumsituation. Schon im Mai 2015 hatte die Fraktion daraufhin gewiesen, dass Grundschulen nach gesetzlichen Vorgaben höchstens vierzügig sein dürfen. „Durch den starken Zuzug schulpflichtiger Flüchtlingskinder sowie den vermehrten Zustrom schulpflichtiger Kinder aus Bulgarien ist der Handlungsdruck heute noch größer geworden“, schreibt Günter Lübke, schulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die Veraltung wird beauftragt, vorsorglich Planungskosten für den Neubau einer zweizügigen Grundschule oder den Umbau eines bestehenden Gebäudes in den Haushaltsplan einzustellen. Wie die SPD möchte auch die CDU mit dem Landkreis klären, ob die Hunteschule kurzfristig als Lernstandort für die Stadt Wildeshausen zur Verfügung steht.

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