Prozess droht zu platzen

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Verfahren wegen Messerstecherei in Ahlhorn könnte vorm Landgericht weitergehen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Es war nur eine Anregung, die einer der Anwälte der Nebenkläger am 7. Verhandlungstag im Verfahren wegen einer Messerstecherei in Ahlhorn, gab. Doch diese Anregung bringt möglicherweise den gesamten Prozess zu platzen. Der Anwalt wies daraufhin, dass durch Zeugenaussagen während der bisherigen Prozesstage das Handeln eines der Angeklagten möglicherweise in einem anderen Licht gesehen werden muss. Und dass der Prozess vor dem Landgericht neu aufgerollt werden muss. Die Richterin nahm die Anregung zum Anlass, die Verhandlung am Dienstag zu unterbrechen und am Mittwochmorgen fortzusetzen. In der Zwischenzeit will sie die Hinweise des Nebenklagevertreters prüfen und dann eine Entscheidung verkünden.
Angeklagt sind zwei Männer aus Bulgarien. Sie waren am 4. April 2015 in eine körperliche Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamilien im Gewerbegebiet Ahlhorn verwickelt. Im Laufe der Schlägerei, an der acht Männer beteiligt waren, wurden zwei Männer durch Messerstiche verletzt, einer davon lebensgefährlich. Zunächst waren fünf Verhandlungstage angesetzt. Am Dienstagmorgen verkündete die Richterin jedoch bereits Fortsetzungstermine bis in den Januar hinein.
Sollte sie jedoch der Anregung des Nebenklägervertreters folgen, dann wäre das Verfahren am Amtsgericht mit dem morgigen Mittwoch zu Ende.
Am Landgericht müsste der Prozess dann ganz von vorne aufgerollt werden.

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