Ratssitzung fällt aus

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Sanierung Pagenmarsch sorgt für weiteren Beratungsbedarf

Wildeshausen. Die für den heutigen Mittwoch vorgesehene Sitzung des Wildeshauser Stadtrates fällt aus und wir voraussichtlich auf den 27. März verschoben. Das teilte die Stadtverwaltung heute mit. Grund sind weitere Beratungen über die Sanierung der Pagenmarsch.

Am gestrigen Dienstag hatten sich die Ausschüsse für Stadtplanung, Bau und Umwelt sowie Finanzen, Controlling und Wirtschaft in einer gemeinsamen Sitzung über den weiteren Fortgang der Sanierung der ehemaligen Deponie an der Breslauer Straße diskutiert. In der Sitzung musste sich auch das mit der Sanierung beauftragte Ingenieurbüro Krauss & Partner den Fragen der Ausschussabgeordneten stellen. Zwischen der Stadt und dem Planungsbüro gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, wer für die Kostensteigerungen von ehemals 800.000 Euro auf aktuelle 2,85 Millionen verantwortlich ist.

Beeindruckend waren die Zahlen, die Martina Möhlenbrock vom Bauamt der Stadt während der Sitzung präsentierte. So hat es erhebliche Verschiebungen bei den Massen der zu erwartenden Materialien gegeben. So liegt die tatsächliche Menge des belasteten Bodens unglaubliche 23640 Prozent über den erwarteten Mengen. Beim Bauschutt beträgt die Steigerung 8238 Prozent. Der benötigte Füllsand, mit dem die ausgehobenen Baugruben wieder verfüllt wurden, liegt 146 Prozent über den Kalkulationen.

Das Büro hatte Ende Februar mitgeteilt, das die Sanierung abgeschlossen ist. Auf der Baustelle türmen sich derzeit aber noch rund 5000 bis 6000 Tonnen Bauschutt und belastetet Boden. Während die Abfuhr des Bodens noch im Auftrag enthalten ist, sieht sich Krauss & Partner für den Bauschutt nicht mehr in der Verantwortung. Hier könnten auf die Stadt weitere Kosten in Höhe von 500.000 Euro zukommen. Zwar hat die NBank, die die Maßnahme bezuschusst, weitere Fördergelder in Höhe von 375.000 Euro zugesagt. Die Restsumme würde aber bei der Stadt hängen bleiben.

Hartmut Frerich (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt, zeigte sich verärgert über die Entwicklung. „Wenn wir einen Auftag für eine Sanierung eines Grundstückes erteilen, auf dem anschließend ein Feuerwehrhaus gebaut werden soll, dann gehe ich davon aus, dass die Fläche plan und geräumt übergeben wird.

Nach einem Vorschlag von Michael Krauss, Geschäftsführer des beauftragten Ingenieurbüros, könnte der noch vorhandene Bauschutt auf dem Gelände gebrochen und zwischengelagert werden.“Es gibt vielfachen Bedarf für solches Material“, sagte Krauss. Mit einem Abverkauf rechnet er innerhalb vom drei bis sechs Monaten. Inwieweit der Bau des Feuerwehrhauses durch die Schutthalden beinträchtig wird, war nicht eindeutig zu klären. Das Büro soll jetzt eine erweiterte Planung vorlegen, aus der hervorgehen soll, wie die restlichen Materialien entsorgt oder verwendet werden können.

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