Rehkitze totgemäht

(Kommentare: 0)

Jäger appellieren für mehr Rücksicht bei Mäharbeiten

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Erschütternde Bilder, die sich einem Spaziergänger vor einigen Tagen im Bereich der Marschweisen zeigten. Zwei Rehkitze waren von einer großen landwirtschaftliche Maschine übermäht worden.
Das sonnige Wetter lässt die Landwirt vermehrt zur ersten Heuernte ausrücken. Dabei kommt es immer wieder vor, das junge Kitze getötet werden, trotz aller Hinweise der Jäger und des Hegerings. Die großen modernen Erntemaschinen lassen den Tieren keine Chance zur Flucht.

Diese beiden Kitze wurden in den Marschwiesen bei Mäharbeiten getötet. Foto: Privat
Diese beiden Kitze wurden in den Marschwiesen bei Mäharbeiten getötet. Foto: Privat

Willi Möser, Leiter des Hegerings Wildeshausen, appelliert an die Grundbesitzer, möglichst ein oder zwei Tage vor der Maht den Jagdpächter zu informieren. „Wir können dann mit Hunden und Leuten die betreffenden Flächen absuchen.“ Die Witterung von Hund und Mensch sorge dafür, dass die Rehe ihre Kitze nicht wieder in diesem Bereich ablegen. Das Absuchen dürfe allerdings erst am Abend vor der Maht geschehen, weil die Witterung nicht solange anhalte.„Zusätzlich können Knistertüten oder Fähnchen aufgestellt werden, die ebenfalls dafür sorgen, dass die Tiere fernbleiben.“
In den Marschwiesen waren mehrere Flächen, die gemäht werden sollten nach Informationen von Die Hunte zwar abgesucht worden. Ausgerechnet die Fläche, in der die Kitze verendeten, wurde jedoch nicht abgesucht. Sie lag in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung, so dass man davon ausging, dass diese Nähe die Rehe abhalten würde.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 7 plus 7.