Rotkreuzler benötigen dringend mehr Raum

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Jahreshauptversammlung des DRK Wildeshausen-Dötlingen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die Kleiderkammer des DRK Wildeshausen-Dötlingen platz aus allen Nähten. Der Spülmobil der Betreuungsgruppe des Ortsvereins friert im Winter in der alten Fahrzeughalle an der Glaner Straße ein. Sehnlichst erwarten die Rotkreuzler den Bau der Lagerhalle am Bahnhof. Dort soll das neue Domizil von Kleiderkammer und Fahrzeugen werden. Doch der Bau lässt weiter auf sich warten, verkündete Thomas Harms, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins während der Jahreshauptversammlung am Donnerstagnachmittag im DRK-Mehrgenerationenhaus (MGH).

Thomas Harms zeichnete Elfriede Laufer, Wolfgang Rößler, Renate Schröder, Rosi Mindt, Margret Hentemann, Margrit Stolle, Angelika Jacobs, Gerda Krause, Karin Zarbrock, Wilma Rohn, Anita Brengelmann und Mathias Giese aus. Foto: DRK
Thomas Harms (hinten) zeichnete Elfriede Laufer, Wolfgang Rößler, Renate Schröder, Rosi Mindt, Margret Hentemann, Margrit Stolle, Angelika Jacobs, Gerda Krause, Karin Zarbrock, Wilma Rohn, Anita Brengelmann (von links) und Mathias Giese (vorn) aus.

„Ich bin aber optimistisch, dass wir in diesem Jahr die neue Kleiderkammer fertig bekommen“, sagte Harms vor den 31 anwesenden Mitgliedern bei seinem Jahresbericht. Das würde eine spürbare Entlastung für die 22 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer bedeuten. Sie sortierten im vergangenen rund 65 Tonnen Altkleider. „Wir haben 45 Prozent gut bis sehr gute Kleidung gespendet bekommen;“ sagte Sylvia Ebinger, Leiterin der Kleiderkammer. Leider waren aber auch 15 Prozent der Gesamtmenge absolut nur noch als Abfall zu verwerten. Weitere 40 Prozent waren als Kleidung nicht mehr zu tragen, weil die Sachen erheblich verdreckt oder beschädigt waren.
Die Textilien, nicht in der Kleiderkammer nicht verwertet werden können ,transportieren Mitglieder des DRK zur zentralen Sammelstelle in Seckenhausen. Dort gibt es aber immer wieder Engpässe bei der Lagerung, so dass die Kapazitäten der Kleiderkammer nahezu erschöpft sind. Für die Transportfahrten sucht das DRK Wildeshausen-Dötlingen noch ehrenamtliche Helfer, möglichst auch mit einem Lkw-Führerschein.
Für die Betreuungsgruppe war es ein eher ruhiges Jahr, berichtete Günter Warrelmann. Neben mehreren Kochübungen mit der Feldküche wurde unter anderem das Sportivationsfest in Sandkrug mit Essen versorgt. „Wir haben für die rund 1.000 Teilnehmer Gemüsesuppe gekocht, die allen geschmeckt hat“, sagte Warrelmann. Acht Blutspendetermine mit insgesamt 1.356 Spendern, davon 99 Erstspender, betreute das DRK im vergangenen Jahr.

Kreisgeschäftsführer Michael Venzke und Günter Warrelmann gratulierten Thomas Harms (von links) zur Wiederwahl. Foto: DRK
Kreisgeschäftsführer Michael Venzke und Günter Warrelmann gratulierten Thomas Harms (von links) zur Wiederwahl. Foto: DRK

Viel los war auch im DRK Mehrgenerationenhaus. 35 unterschiedliche Gruppenangebote gibt es, zählte MGH-Leiterin Sandra Scholz auf. Die Bandbreite reicht von Bastel- und Spielangeboten über Plattdeutsch-Gruppen bis hin zu PC und Smartphonekursen. Dazu treffen sich regelmäßig elf Selbsthilfegruppen im Haus an der Bahnhofstraße 14, seit kurzem auch eine Gruppe, die sich mit den Folgen eines Schlaganfalls beschäftigt.
In der Vorweihnachtszeit wurde mit großem Erfolg erneut die „Wunschbaumaktion“ durchgeführt. 100 Kinder konnten damit beschert werden.
Sandra Scholz erwähnte in ihrem Jahresbericht auch die erfolgreiche Aktion „Deckel gegen Polio“ die maßgeblich von Linda Vietor und Ute Barth organisiert wird und über den Rotary Club Wildeshausen läuft. Der Erlös der gesammelte Kunststoffdeckel von Milch, Saft- und anderen Getränkeverpackungen ermöglichte es bereits jetzt, über 3.000 Polioimpfungen zu finanzieren.
Das DRK im Landkreis Oldenburg war durch die Krise im vergangenen Jahr arg gebeutelt. Nach Unregelmäßigkeiten bei den Abrechnungen hatte der Landkreis Oldenburg zum Jahresende den Rettungsdienstvertrag gekündigt. Der DRK Kreisverband Oldenburg-Land sucht nun neue Einnahmequellen. Eine erste Überlegung ist die Einrichtung eines DRK-Shops in Wildeshausen, in dem alle Servicedienstleitungen de DRK angeboten werden könnten. Dazu gehören unter anderem der Hausnotrufdienst oder das Essen auf Rädern.
„Das sind aber nur Gedankenspiele“, betonte Thomas Harms
Breiten Raum während der Jahreshauptversammlung nahm die Ehrung langjähriger Mitglieder ein. Harms zeichnete Angelika Jacobs für 45-Jährige Mitgliedschaft aus. Renate Schröder, Margrit Stolle, Gerda Krause, Karin Zarbrock, Wilma Rohn, Anita Brengelmann und Mathias Giese gehören dem DRK seit zehn Jahren an. Elfriede Laufer und Wolfgang Rößler sind seit fünf Jahren dabei.
Keine Veränderung gab es bei der Wahl des ersten Vorsitzenden. Thomas Harms wurde einstimmig im Amt bestätigt.

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