Sanierungsfall Freibad

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Modernisierung könnte bis zu vier Millionen Euro kosten

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Die Hiobsbotschaften für die Stadtkasse Wildeshausen reißen nicht ab. Ob notwendiget Neubau des Hallenbades oder die explodierenden Kosten bei der Beseitigung der alten Mülldeponie Pagenmarsch, bei denen noch keine Endsumme abzusehen ist. Und nun der nächsten Sanierungsfall, das Freibad am Krandelbad.
Während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt erfuhren die Kommunalpolitiker, dass eine Sanierung mit Millionen kosten würden. Nach Informationen von Die Hunte könnte die Stadtkasse mit bis zu vier Millionen Euro belastet werden.
Das Planungsbüro „Janßen, Bär und Partner, das auch das neue Hallenbad realisierte, hatte in den vergangenen Monaten eine Bestandsaufnahme im Freibad vorgenommen.
So müsste das Nichtschwimmerbecken abgerissen werden, weil es marode ist. Eine Erkenntnis, die allerdings nicht neu ist. Bereits im September 2007 hatten Gutachter der Planungsgruppe Hildesheim darauf hingewiesen. Das Nichtschwimmerbecken ist beim Bau 1975 offenbar auf die Fundamente des alten Freibades aus dem Jahr 1956 gesetzt worden. Die Planungsgruppe Hildesheim empfahl seinerzeit den Abbruch der Beckenwände und den Bereich mit Boden aufzufüllen und als Liegefläche zu nutzen.
Auch das 50-Meter-Schwimmerbecken und das Sprungbecken sind in die Jahre gekommen. Beide Wasserflächen könnten allerdings mit einer Edelstahlwanne für weitere Jahre nutzbar gemacht werden.
Neben den Becken ist aber auch die Technik der Wasseraufbereitung und Beheizung des Wasser marode. Ein größerer Defekt könnte die Schließung des Freibades bedeuten.
Bislang hält sich die Politik in der Kreisstadt mit Kommentaren zum neuerlichen Sanierungsfall bedeckt. Eine Lösung dürfte jedoch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn das moderne Hallenbad ist im Sommer keine wirkliche Alternative.

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