Schaffer ist kein Tambourmajor mehr

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Martin Posenauer schmeißt beim Wildeshauser Spielmannszug die Brocken hin

Von Martin Siemer

Wildeshauser. Großer Knall beim Wildeshauser Spielmannszug. Während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Kayserhaus trat der technische Leiter und Tambourmajor Martin Posenauer mit sofortiger Wirkung zurück. Posenauer trat auch aus der Reihe der Aktiven aus und gehört dem Verein nur noch als passives Mitglied an. Grund für die Eskalation war ein Antrag eines Mitgliedes, der darauf abzielte, das Posenauer aufgrund seiner Funktion als Schaffer der Wildeshauser Schützengilde sein Amt als Tambourmajor ruhen lässt.

Während der Jahreshauptversammlung übergab Martin Posenauer (rechts) den Stab an Jens Hoffmann (links). Jens Kuraschinski gratulierte.
Während der Jahreshauptversammlung übergab Martin Posenauer (rechts) den Stab an Jens Hoffmann (links). Jens Kuraschinski gratulierte.

„Mit meiner Ernennung zum Schaffer habe ich sicherlich einige von euch überrascht oder auch vor den Kopf gestoßen“, sagte Posenauer. Er bat jedoch um Verständnis, dass er im Vorfeld nicht darüber sprechen konnte. Seine Funktion in der Gilde habe nun zu Querelen innerhalb des Spielmannszuges geführt, weshalb er jetzt zurücktrete.
2011 war Posenauer zum technischen Leiter und Tambourmajor gewählt worden. Die reguläre Amtszeit wäre im kommenden Jahr ausgelaufen. Sein Nachfolger ist jetzt der bisherige Stellvertreter Jens Hoffmann.
Vor der Personalie hatte Jens Kuraschinski, Vorsitzender des Wildeshauser Spielmannszuges, seinen Jahresbericht abgeliefert. 49 Einsätze hatte der Spielmannszug, 27 der Fanfarenzug. Darunter so große Veranstaltungen wie der Fasching in Ganderkesee, das Jubiläumsschützenfest in Beckeln gemeinsam mit der Wildeshauser Schützengilde und natürlich das Wildeshauser Gildefest.
Etwas deprimierend war für Kuraschinski der Himmelfahrtstag 2015. Er, der über Jahrzehnte mit dem Spielmannszug am Himmelfahrtsausmarsch der Feuerwehr Wildeshausen teilnahm, musste den Tag im Krankenhaus verbringen.
Dafür war der Pfingstdienstag für ihn ein ganz besonderer. Mit Kuraschinski als General der Gilde, der zweiten Vorsitzenden Julia Rosemeier, Ehefrau von Gildekönig Oliver Rosemeier und Schaffer Martin Posenauer standen gleich drei Mitglieder des Spielmannszuges auf dem Podest am Rathaus. „Für mich waren das bewegende Momente, und es viel mir schwer, die passenden und vor allem richtigen Worte zu finden“, gestand Kuraschinski ein.
Für den Fanfarenzug ergänzte Tambourmajorin Madeleine Niester den Bericht des Vorsitzenden. Für das Gildefest 2016 sind bereits einige Veränderungen in Planung .So wird der Fanfarenzug erstmals eine Show laufe. Dafür wird eifrig zur Musik geprobt, die Kevin Klauke zusammengestellt hat. Die Wildeshauser dürfen sich bei der Auftaktveranstaltung zum Gildefest am Pfingstsonntag überraschen lassen.
Aktuell zählt der Spielmannszug 248 Mitglieder, davon 55 Aktive im Spielmannszug, 32 im Fanfarenzug und sieben Ehrenmitglieder.
Geschäftsführer Christian Niester konnte für das vergangene Jahr einen satten Überschuss verzeichnen. Möglich wurde dies allerdings nur mit Hilfe zahlreicher Spender und Sponsoren. Denn die Gageneinnahmen der beiden Musikzüge decken bei weitem nicht die Kosten für Instrumente oder Fahrten zu auswärtigen Veranstaltungen, die in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden sind.

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