Schlamm aus dem Altarm

(Kommentare: 0)

Seit Dienstag ist ein Bagger in der Wiekau im Einsatz

Wildeshausen (msi/ pm). Am gestrigen Dienstag war Startschuss für eine größere Umweltmaßnahme am Strangmann-Altarm in der Wiekau. Eine Fachfirma entschlammt den zurzeit kaum noch 30 Zentimeter tiefen Teich an der Hunte mit einem Bagger. Finanziert wird die Umweltmaßnahme durch den Landkreis Oldenburg.

Der Bagger holt Eichen- und Buchenlauf aus dem Teich, welches sich nur sehr schwer zersetzt. Zudem wird der Sand, der sich durch die Huntehochwassr der vergangenen Jahre dort abgelagert hat, ausgebaggert. Der Fischereiverein Wildeshausen hofft so, sein Gewässer wieder ökologisch aufwerten zu können, um bessere Lebensbedingungen für alle Arten von Wasserlebewesen zu schaffen.

 

Ein Bagger befreit den Strangmann-Altarm von altem Laub und Sand. Foto: Fischereiverein
Ein Bagger befreit den Strangmann-Altarm von altem Laub und Sand. Foto: Fischereiverein

Bevor der Bagger mit seinem 17 Meter langen Ausleger an die Arbeit ging, wurde die vereinseigene Freifläche am Teich gemulcht, um gebietsfremde und schnell wachsende Gehölze wie Springkraut, Traubenkirsche, Erle und Weide zu beseitigen.

Auf der so präparierten Fläche wird der Baggeraushub verteilt, der dann nach und nach abtrocknet. „Die Fachleute sprechen vom Ausbluten“, erläutert Thomas Kaiser, Pressesprecher des Fischereivereins. Diese Vorgehensweise ist möglich, weil der Schlamm sozusagen „sauber“ ist. Bodenproben eines wissenschaftlichen Instituts im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde haben dies vor einigen Wochen ergeben. Die nötige Untersuchung auf Verunreinigungen wurde vorgenommen, weil das „Huntealtwasser bei der Wiekau“ seit 1986 als Naturdenkmal unter besonderem Schutz steht.

 

Der Aushub wird auf der Fläche des Fischereiverein gelagert, wo er nach und nach abtrocknet. Foto: Fischereiverein
Der Aushub wird auf der Fläche des Fischereiverein gelagert, wo er nach und nach abtrocknet. Foto: Fischereiverein

Etwa eine Woche sollen die Arbeiten am Teich dauern. Auch ein Verbindungsrohr zwischen Hunte und Altarm wird eingebaut. Eine Rückschlagklappe soll dafür sorgen, dass der Teich den Wasserstand nach einem Hochwasser länger hält.

Im Frühjahr werden die Petrijünger eine speziell zusammengestellte Gras- und Kräutermischung auf der Fläche und am Ufer aussäen. Es soll dort eine Mager-Wiese mit standorttypischen Pflanzen entstehen.

 

 

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 6 und 3.