Schlechte Zeit für Jäger

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Jahreshauptversammlung des Hegering Wildeshausen

Von Martin Siemer

Düngstrup. 29 Kubikmeter Müll der Gesellschaft haben die Jäger des Hegerings im vergangenen Jahr in ihren Revieren gesammelt. Unzählige Biotope wurden angelegt und gepflegt. Und dennoch sehen sich die Jäger immer mehr der Kritik der Öffentlichkeit und der Gängelung durch die Politik ausgesetzt.
Während der Jahreshauptversammlung des Hegerings Wildeshausen am Donnerstagabend im Gasthaus Schönherr. Listete Hegeringsleiter Willi Möser einige der schwierigen Themen auf. „Die Landesregierung hält was sie verspricht und was vielleicht einige nicht glauben wollten“, sagte Möser und diese Feststellung war nicht positiv gemeint. Denn Hannover hat unter anderem die Jagdzeitenverordnung verändert und einige jagdbare Tiere sind aus der Liste herausgenommen worden. Die Bejagung auf Wasserwild wurde in Schutzgebieten weiter eingeschränkt. Das Landwirtschaftsministerium hatte zwar bei der Änderung die betroffenen Verbände beteiligt. Die Jägerschaft hielt diese aber für ungerecht. Denn der Ökologische Jagdverband (ÖJV), der nach Mösers Angaben in Niedersachsen 79 Mitglieder zählt, habe das gleiche Gehör und Gewicht bekommen wie der Landesjagdverband.
Auch die anstehende Änderung des Landesjagdgesetzes sehen die Jäger mit Sorgen. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ist die Änderung der Landesjagdgesetze bereits in Arbeit. Sollten die dortigen Vorgabe in Niedersachsen übernommen werden, könnte das unter anderem eine weitere Reduzierung der jagdbaren Wildarten bedeuten. Zudem könnte die Baujagd verboten werden, ebenso wie die Fütterung von Wild. „In Niedersachsen brauchen wir keine Änderung des Landesjagdgesetzes sondern das seinerzeit von der SPD im Jahre 2002 überarbeitete Gesetz hat sich bewährt“, sagte Möser.

Willi Möser (Vierter von rechts), Kreisjägermeister Erich Kreye und der zweite Vorsitzende Heiko Wittrock (von rechts) zeichneten Andreas Freund, Karl-Wilhelm Jacobi, Gertrud Schulenberg, Wolfgang Wolke, und Manfred Honka aus. Foto: Privat
Willi Möser (Vierter von rechts), Kreisjägermeister Erich Kreye und der zweite Vorsitzende Heiko Wittrock (von rechts) zeichneten Andreas Freund, Karl-Wilhelm Jacobi, Gertrud Schulenberg, Wolfgang Wolke, und Manfred Honka aus. Foto: Privat

Sorgen bereiten dem Hegering die nach wie vor hohen Fallwildzahl. Von den 398 Stück Rehwild, die der Streckenbericht ausweist, verendeten 96 Stück im Straßenverkehr.
Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung zeichnete Willi Möser langjährige Hegeringsmitglieder aus.
Karl Wilhelm Jacobi ist seit 25 Jahren als Jäger aktiv. Wolfgang Wolcke erhielt die Ehrennadel für 40-Jährige Mitgliedschaft. Zugleich wurde Wolcke zum Ehrenmitglied ernannt, ebenso wie Andreas Freund, Manfred Honka und Gertrud Schulenberg.
194 Mitglieder zählte der Hegering zu Beginn des Jahres.

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