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Bundespolizei warnt vor Gefahren an Bahnübergängen

Wildeshausen. Mit drastischen Methoden macht derzeit die Bundespolizei im Weser-Ems-Gebiet auf die Gefahren an Bahnübergängen aufmerksam. Am heutigen Mittwochmorgen hatten die Beamten direkt am Bahnübergang Ahlhorner Straße ein vollkommen zerstörtes Autowrack aufgebaut. Autofahrer verlangsamten ihre Fahrt, Fußgänger bleiben interessiert und schockiert stehen.

Hermann Lampen (links ) und Carsten Grallert von der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch (rechts) erläuterte Christa Süttmann die gefahren an Bahnübergängen. Bild: msi
Hermann Lampen (links )und Carsten Grallert von der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch (rechts) erläuterte Christa Süttmann die gefahren an Bahnübergängen. Bild: msi

„Das ist ein original Unfallfahrzeug aus einem Bahnunfall. Zum Glück gab es dabei keine tödlich Verletzten“, erklärte Hermann Lampen, Präventionsbeauftragter der Bundespolizei von der Inspektion Bad Bentheim. Die Bundespolizei hat die Aufgabe, auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes, also auch der DB AG Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abzuwehren.

Denn die Unfallzahlen im Bereich von Bahnübergängen sind immer noch immens hoch. „Im vergangenen Jahr hatten wir im Bereich unserer Inspektion zwei Unfälle an Bahnanlagen mit fünf tödlich verletzten Personen“, sagte Lampen. In diesem Jahr gab es bereits zwei Unfälle.

Die Fahrerin des ausgestellten Unfallwagens hatte noch Glück. Sie kam mit dem Fahrzeug von der Straße ab und fuhr eine Böschung herunter. Auf dem Dach liegend kam das Fahrzeug auf den Gleisen zu stehen. Zwei Ersthelfer konnten die Frau aus dem Autoziehen, bevor eine Zug den Wagen rammte. „Besonders an unbeschrankten Bahnübergängen sollte man sich vergewissern, dass tatsächlich kein Zug kommt;“ rät Lampen.

Oftmals ignorierten Fahrzeugführer aber auch die Lichtsignale an Bahnübergängen oder umfahren sogar die bereits geschlossenen Halbschranken. Ein Vergehen, dass einen teuer zu stehen kommen kann. „Solch ein Verhalten zieht ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro nach sich, zudem gibt es zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot“, sagte Lampen. Auch Fahrradfahrer sind vor Strafe nicht gefeit. Sie zahlen 350 Euro Bußgeld.

Wobei ein Zusammenstoß mit einem Zug eine wesentlich schlimmere Folge wäre. „Ein Zug in voller Fahrt kann bis zu 1000 Meter Bremsweg haben. Der Lokführer hat keine Chance, einem Hindernis auszuweichen“, betonte Hermann Lampen.

Von Wildeshausen aus machten sich die Beamten auf den Weg nach Heidkrug bei Delmenhorst. Dort war die nächste Station ihrer Präventionsarbeit.

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