Schulranzen dringend gesucht

(Kommentare: 0)

Schnittker am Markt und DRK Mehrgenerationenhaus unterstützen Schulen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Der Zustrom von Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, hält nach wie vor an. Mit großen Anstrengungen und mit Hilfe zahlreicher ehrenamtlicher Helfer ist es bisher gelungen, allen Geflüchteten ein Dach über dem Kopf zu bieten. Doch bei den kleinen Dingen hapert es gelegentlich. Die Kinder, die aus Syrien, Afghanistan oder anderen Regionen nach Wildeshausen gekommen sind, gehen hier jetzt in die Schule; ohne die notwendigsten Dinge. Das DRK Mehrgenerationenhaus und das Wildeshauser Kaufhaus Schnittker am Markt starten nun eine Schulranzenaktion, bei der ausgediente Ranzen gesammelt werden.

Johannes und Wiebke Lenzschau hatten die ersten Schulranzen mit zu Sandra Scholz (von links) ins Mehrgenerationenhaus gebracht. Foto: Martin Siemer
Johannes und Wiebke Lenzschau hatten die ersten Schulranzen mit zu Sandra Scholz (von links) ins Mehrgenerationenhaus gebracht. Foto: Martin Siemer

Bereits im vergangenen Herbst hatte Johannes Lenzschau, Geschäftsführer von Schnittker am Markt, Kontakt mit Imke Bajorat, Konrektorin der Holbeinschule. In der vergangenen Woche dann der Hilferuf. Fünf geflüchtete Kinder sollten in der Schule eingeschult werden. Schulranzen waren nicht vorhanden. „Wir haben dann schnell zwölf neue Ranzen organisiert, um schnell helfen zu können“, sagte Lenzschau am Mittwochmorgen im Mehrgenerationenhaus. Denn aus den geplanten fünf Kindern waren mittlerweile elf geworden. Rund 1000 Euro investierte Schnittker am Mark in die Schulranzen.
Doch nicht nur die Holbeinschule steht vor dem Problem. Auch die St.-Peter-Schule und die Wallschule nehme nimmer mehr Kinder aus Krisengebieten auf. Bei den weiterführenden Schulen sieht es ähnlich aus. Überall zu helfen würde auch die Möglichkeiten Lenzschaus überfordern. Es nahm deshalb Kontakt mit Sandra Scholz, Leiterin des Mehrgenerationenhauses auf. Auch sie kannte die Probleme, weshalb man schnell auf die Idee kam, einen Aufruf für ausgediente Schulranzen zu starten. „Ich weiß aus unserem Geschäft, das oftmals neue Schulranzen gekauft werden, weil die gerade modern sind. An den alten Ranzen fehlt aber meistens nichts. Und genau die würden wir den Schulen gerne zur Verfügung stellen“, erklärte Lenzschau.
Wer also auf dem Speicher oder im Keller noch nicht mehr benötigte Schulranzen hat, die sauber und heile sind, der kann diese im Mehrgenerationenhaus abgeben. Oder auch im Kaufhaus Schnittker am Markt. „Ich spreche dann die Schulen an und frage dort den Bedarf ab“, sagte Sandra Scholz.
Das Mehrgenerationenhaus in der Bahnhofstraße 14 ist montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 1 plus 2.