Schulranzenaktion: Es Läuft

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Stefan Gerdes von Küche & Co spendiert 50 Schultaschen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Eigentlich wollten Wiebke und Johannes Lenzschau vom Kaufhaus Schnittker am Markt nur der Holbeinschule helfen. Inke Bajorat, Konrektorin der Schule, benötigte Schulranzen für Kinder, die vor Krieg und Terror geflohen waren. Lenzschaus organisierten persönlich 12 Ranzen. Gemeinsam mit Sandra Scholz vom Mehrgenerationenhaus startete das Kaufmannsehepaar dann eine Schulranzensammelaktion, denn auch in den übrigen Wildeshauser Schulen gab es entsprechenden Bedarf. In den vergangenen drei Wochen sind bereits 125 neue und gebrauchte Schultaschen sind bislang abgegeben worden.

Sandra Scholz und Johannes Lenzschau freuen sich über die 50 Schulranzen, die Stefan Gerdes (von links) finanzierte. Foto: Martin Siemer
Sandra Scholz und Johannes Lenzschau freuen sich über die 50 Schulranzen, die Stefan Gerdes (von links) finanzierte. Foto: Martin Siemer

Großen Anteil am Erfolg der Aktion hat Stefan Gerdes, Geschäftsführer von Küche & Co. Er allein finanzierte 50 Schultaschen. „Ich hatte bei Facebook darüber gelesen und dann mehrere Tage gedacht, irgendwie musst du da helfen“, sagte Gerdes. Die Ranzen seiner eigenen Kinder konnte er nicht mehr nutzen. „Die haben inzwischen Rucksäcke.“
Auf dem „kurzen Dienstweg“ nahm er Kontakt zu Johannes Lenzschau auf und bestellte über das Kaufhaus Schnittker am Markt die 50 Schulranzen, Wert rund 5.000 Euro.
„Wir haben dabei nicht nur Ranzen für Grundschüler ausgewählt, sondern auch solche für die weiterführenden Schulen“, erläuterte Lenzschau. Denn auch da gebe es Bedarf. Die Kinder, die aus den Krisengebieten im Nahen Osten hierher geflohen sind, haben meist nur das mitgenommen, was sie am Körper tragen.
Neben den von Gerdes gesponserten Schultaschen sind auch 63 neue und gebrauchte Ranzen bei Schnittker am Markt und im Mehrgenerationenhaus abgegeben worden. „Und es waren ausnahmslos nur gute Sachen dabei“, freute sich Johannes Lenzschau.
Sandra Scholz steht in ständigen Kontakt zu den Schulen. „Lehrer und Schulsozialarbeiter kommen hier ins Mehrgenerationenhaus. Die wissen genau, wo Bedarf besteht“, sagte Scholz.
Für Stefan Gerdes war die Hilfe selbstverständlich. „Über unsere Küche & Co Niederlassung in Bremen haben wir auf eigene Kosten eine Küche in eine Unterkunft für unbegleitete Jugendliche eingebaut. Und in Lohne sind wir in jedem Jahr am Weihnachtswunschbaum beteiligt“, zählte der Unternehmer auf.
In den kommenden Monaten wird der Bedarf an Schulranzen noch anhalten, auch wenn der Zustrom von geflüchteten Menschen zurzeit abnimmt. Wer noch ausgemusterte Schulranzen zur Verfügung stellen möchte, kann diese im Mehrgenerationenhaus oder bei Schnittker am Markt abgeben.

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