Sechs Etagen für Tourismus

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Wildeshauser Hof soll deutlich größer werden

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Vor einem Jahr hatten die Eigentümer des Hotels Wildeshauser Hof ihre Planungen für die Erweiterung ihres Hauses im Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt vorgestellt. Jetzt, ein Jahr später, wurde ide Planung erweitert. Sechs Geschoss sollen in einem Anbau entstehen. Zudem soll auf das bestehende Hauptgebäude aufgesattelt werden. Gleiche mehreren Ausschussmitgliedern bereitete die neuen Planungen noch mehr Bauchschmerzen als die von vor einem Jahr.

Deutlich erweitert werden soll der Wildeshauser Hof an der Straße „Im Hagen“ in Wildeshausen. Grafik: A&P Architekturbüro
Deutlich erweitert werden soll der Wildeshauser Hof an der Straße „Im Hagen“ in Wildeshausen. Grafik: A&P Architekturbüro

„Damit kann ich nicht leben. Das ist mir zu kompakt“, betonte der Ausschussvorsitzende Hartmut Frerichs (SPD). Auch Heiner Spille (UWG) lehnte ein solch großes Projekt für Wildeshausen ab. „Von der Optik macht der Entwurf schon etwas her. Aber wir wollen in Wildeshausen eigentlich eine Kleingliedrigkeit und keine große Masse.“ Sein Fraktionskollege Hermann Hitz sorgte sich um die weitere Beherbergungsbetriebe in Wildeshausen. „Mit Blick auf das künftige Hotel Gut Altona habe ich die Befürchtung, dass kleine Hotel und Pensionen verdrängt werden. Wir müssen als Stadtrat auch darauf achten, das andere eine Existenz haben.“
Stefan Rollié (CDU) fand den neuen Entwurf deutlich besser als die Version aus dem vergangenen Jahr. „Der erste Entwurf ist mir im Halse stecken geblieben.“ Auch er hielt einen sechsgeschossigen Bau für grenzwertig. „Wir müssen aber den Tourismus fördern, Hotelbetten schaffen.“ Die Politik müsse deshalb wohl die Kröte schlucken und den beantragten Erweiterungsbau zulassen. „Wir dürfen damit aber nicht Tür und Tor öffnen.“
Sonja Plate (CDU) regte an, den Entwurf zu visualisieren. Damit ließen sich die Auswirkungen auf die unmittelbare Umgebung darstellen. Denn direkt neben dem Hotel liegt der Kindergarten Schatzinsel. Die Kinder hätten dann eine große Mauer direkt neben ihrem Spielplatz.

Schon beim ersten Entwurf der Erweiterung wirkte der Kindergarten Schatzinsel recht verloren neben dem Hotelgebäude. Grafik: Rolwes-Hauth-Jacobi
Schon beim ersten Entwurf der Erweiterung wirkte der Kindergarten Schatzinsel recht verloren neben dem Hotelgebäude. Grafik: Rolwes-Hauth-Jacobi

Investor Oliver Nicolai betonte bei der Vorstellung des Vorhabens, dass es sich um einen ersten Entwurf handele. Letztlich solle der Stadtrat über das endgültige Aussehen mitentscheiden.
Die von Plate angeregte und von Rollié beantragte Visualisierung soll jetzt im Ausschuss vorgestellt werden. Dann wird erneut über die erforderliche Änderung des Bebauungsplans Nr. 20 „Gewerbegebiet Stockenkamp“ beraten werden.

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