Streifzug durchs Wirtschaftsleben

(Kommentare: 0)

Heinrich Boning und Alfred Panschar schwelgen in Kneipenerinnerungen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Voll war es am Mittwochabend in der Gildebuchhandlung. Dort, wo zu Beginn des Schuljahrs noch reihenweise Schulbücher über die Ladentheken wechselten, saß eine illustere Gesellschaft alteingesessener Wildeshauser. 90 Zuhörer lauschten Heinrich Boning und Alfred Panschar, die aus ihren neuen Buch „Sie ließen keine Gelegenheit aus“ vortrugen. Auf 110 Seiten streifen Boning (Texte) und Panschar (Fotos) durch das Wildeshauser Wirtschaftsleben. Wobei damit nicht die weltwirtschaftlichen Beziehungen gemeint sind, sondern vielmehr die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Wildeshauser Gastronomiebetrieben.

Alfred Panschar und Heinrich Boning (von rechts) lasen aus ihren neuen Buch über die Wildeshausen Kneipenlandschaft. Foto: msi
Alfred Panschar und Heinrich Boning (von rechts) lasen aus ihren neuen Buch über die Wildeshausen Kneipenlandschaft. Foto: msi

1960 verzeichnet das Adressbuch der Stadt Wildeshausen 42 Gasthöfe und Cafés. Viele von ihnen sind inzwischen aus den Stadtbild verschwunden. Doch mit ihrem Buch und mit vielen Geschichten und Anekdoten, die Boning während der Lesung immer wieder einfließen lies, hielten und halten sie die Erinnerung an die alten Zeiten aufrecht. Nicht wenige der Zuhörer kannten die Wildeshauser Gasthäuser noch aus eigenem Erleben. Ob Lindenhof, Stegemann's Hotel, Hotel Stadt Bremen, Osterloh's Waldquelle oder Arkenau's Gasthof, überall verstanden es die Wildeshauser genussvoll zu feiern.

Nicht wenige der Zuhörer kannten die Wildeshauser Gasthäuser noch aus eigenem Erleben und freuten sich über die humorvollen Erinnerungen. Foto: msi
Nicht wenige der Zuhörer kannten die Wildeshauser Gasthäuser noch aus eigenem Erleben und freuten sich über die humorvollen Erinnerungen. Foto: msi

Viel ist von dieser gastlichen Herrlichkeit nicht geblieben. Vor allem die gemütlichen alten Schenken, in denen 'nach des Tages Last und Mühe' manch' 'Lied und freies Wort“ erscholl, haben ihren Zapfhahn abgedreht“, bedauerte Heinrich Boning im Vorwort des Buches.
Erhältlich ist der Band zum Preis von 19,90 Euro in der Gildebuchhandlung und in der Buchhandlung bökers am Markt.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 8 plus 9.