Und es bewegt sich doch

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Feuerwehrhausneubau in Wildeshausen nimmt ganz langsam Fahrt auf

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Seit Jahren ist der ohne Zweifel notwendige Neubau des Wildeshauser Feuerwehrhauses in den Tagesordnungen der verschiedenen Ratsgremien des Wildeshauser Stadtrates vertreten. Einen Beschluss, dass die Einsatzzentrale der ehrenamtlichen Brandschützer in der Pagenmarsch neu gebaut wird, fehlt indes immer noch. Jetzt jedoch kommt Bewegung in die Angelegenheit. Zunächst berät am Donnerstag, 12. Februar, der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt über die Neubauplanung, die Kostenentwicklung und das weitere Vorgehen. Am 5. März könnte dann der Rat der Stadt Wildeshausen den abschließenden Neubaubeschluss fassen.
Die Verwaltung geht inzwischen von Bau- und Planungskosten in Höhe von 2,435 Millionen Euro aus. Hinzukommen 136.000 Euro für die Ausstattung des Feuerwehrhauses.

Mögliche Ansicht des neuen Wildeshauser Feuerwehrhauses von der Krandelstraße aus.
Mögliche Ansicht des neuen Wildeshauser Feuerwehrhauses von der Krandelstraße aus.

Die ursprüngliche Planung ging von einem Investitionsrahmen von 2,8 Millionen Euro aus, inklusiv der Sanierung des Baugeländes in der Pagenmarsch. Diese Summe wurde jedoch inzwischen allein für die Sanierung entsorgt. Der Neubauanteil lag damals bei rund 1,8 Millionen Euro.
Die jetzt anfallenden Kostensteigerung liegt unter anderem darin begründet, dass der Arbeitskreis Feuerhausneubau bei technischen Ausstattung den aktuellen und zukunftssicheren Stand der Technik angeregt hatte. Durch diese sogenannte BUS-Technik werden Stromversorgung und Gerätesteuerungen voneinander getrennt. Die Steuerung wird dadurch flexibler, komfortabler und wirtschaftlicher. Gleiches gilt für die Nachrichtentechnik. Der Planer hatte den Standard der DIN-Vorschriften kalkuliert.
Schon im November 2013 hatte Die Hunte berichtet, dass die seinerzeit veranschlagten 2,185 Millionen Euro zumindest als sportliche Herausforderung zu sehen sind. Die Gemeinde Garrel errichtete damals für rund 3,3 Millionen Euro ein ähnlich großes Feuerwehrhaus mit zehn Einstellplätzen, rund 10.000 Kubikmeter umbauten Raum und 1700 Quadratmetern Nutzfläche. Und in Ahlhorn entstand für etwa 2,3 Millionen Euro ein etwas kleineres Feuerwehrhaus. Einige Abgeordnete des Rates taten den Bericht von Die Hunte damals als „dummes Gerede“ ab.
Dabei hatte ein Oldenburger Fachplanungsbüro bei der Präsentation einer ersten Planung schon einen Kostenrahmen von etwa 3,4 Millionen Euro prognostiziert. Der ehemalige Bürger Dr. Kian Shahidi ging in der damaligen Sitzung jedoch davon aus, dass dass vom Rat bereits beauftragte Architekturbüro Künzel – Pohl und Partner bei ähnlicher Planung den vom Rat vorgegebenen Kostenrahmen von 2,185 Millionen Euro einhalten könne.
Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt wird sich am Donnerstag auch mit einem Projektcontroller befassen, der den Neubau begleiten wird. Hintergrund sind die guten Erfahrungen, die die Stadt beim Neubau des Hallenbades mit einem solchen Projektcontroller gemacht hat.

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