UWG beklagt Tendenz zum „Durchwinken“

(Kommentare: 0)

Rainer Kolloge vermisst bei CDU und SPD Plan und Gestaltungswillen

Wildeshausen (pm). Enttäuscht zeigt sich die UWG Wildeshausen mit den Beschlüssen des Bauausschusses zum Neubauvorhaben am Marktplatz und zum geplanten Erweiterungsbau am Hotel Wildeshauser Hof. „Ich habe den Eindruck, dass die Ratsmehrheit überhaupt keinen Gestaltungswillen und keinen Plan für die Stadt hat, sondern alle Vorhaben interessierter Investoren einfach nur noch vorbehaltlos abnickt und die Antragsteller nach dem Motto „Geld regiert die Welt“ einfach alles machen lässt, was sie wollen“, schreibt Rainer Kolloge, Fraktionsvorsitzender der UWG im Wildeshauser Stadtrat am Donnerstag in einer Pressemitteilung.
Am 18. Februar hatte der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt des Stadtrates gegen die Stimmen der UWG-Abgeordneten grünes Licht für beide Vorhaben gegeben.
Kolloge und seine Fraktionskollegen sehen nach wie vor „erheblichen Klärungs- und Änderungsbedarf“ bei beiden Projekten. „Die Vorhaben konnten nach unserer Ansicht nicht einfach so durchgewunken werden“, kritisiert Kolloge.
Bei dem Projekt am Marktplatz sieht er noch viele Fragen offen. Der UWG-Abgeordnete Hermann Hitz nennt die konkrete Gestaltung der Gebäude, die Auswirkungen auf die Leerstandsituation in der Innenstadt, auf benachbarte Geschäfte, auf den Denkmalschutz und nicht zuletzt auf das Gildefest. „Man kann über ein solches Projekt doch erst dann abstimmen, wenn man genau weiß, was dort wirklich gebaut werden soll und wie sich das ganze auf unsere Stadt und die vorhandenen Geschäfte auswirkt.“ Das gelte umso mehr, als über 1000 Unterschriften für den Erhalt des derzeit im Gebäude ansässigen Buchladens gesammelt wurden. In jedem Fall hätte man Einfluss auf die Fassadengestaltung am historischen Marktplatz nehmen können und müssen.“
Ähnlichsehen es die UWG-Abgeordneten auch am Erweiterungsbau für das Hotel Wildeshauser Hof. „So, wie das Hotel jetzt geplant ist, kann man das unserer Ansicht nach nicht bauen“, findet Rainer Kolloge. „Wir sollten den Eingangsbereich unserer Stadt nicht durch einen so wuchtigen einfallslosen Kasten verunstalten, sondern die Änderung des Bebauungsplanes davon abhängig machen, dass sich der zu errichtende Baukörper an das vorhandene Gebäude und die Umgebung anpasst.“
Völlig unverständlich ist es für die UWG, dass die Abgeordneten von CDU und SPD in der öffentlichen Sitzung zwar von Bauchschmerzen beim Hotelprojekt sprachen, den Investoren jedoch einen Freifahrtschein ausstellten und der gewünschten Änderung des Bebauungsplanes zustimmten.
„Offenbar sind die Ratsmitglieder dieser Fraktionen – jedenfalls bei bestimmten Investoren - nicht willens oder in der Lage bestehende Gestaltungsspielräume zu nutzen“, heißt es in der UWG-Erklärung.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 6 plus 5.