Verantwortung und Fingerspitzengefühl

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Heiko Wittrock leitet seit 25 Jahren den Wildeshauser Friedhof

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Als Heiko Wittrock am 1. April 1990 seinen Dienst als Friedhofsgärtner bei der Stadt Wildeshausen antrat, konnte er selber nicht ahnen, dass er diese Tätigkeit 25 Jahre ausüben würde. „Ich hab damals gedacht, mal sehen wie das läuft, ansonsten haust Du wieder ab“, sagte Wittrock am Dienstagmorgen. Und es muss gut gelaufen sein, denn im Stadthaus gab es aus Anlass seines 25-Jährigen Dienstjubiläums bei der Stadt Wildeshausen eine kleine Feierstunde.

Thomas Eilers (links) und Marco Hoffschneider vom Personalrat der Stadt (rechts), gratulierten Heiko Wittrock zum Dienstjubiläum. Foto: msi
Thomas Eilers (links) und Marco Hoffschneider vom Personalrat der Stadt (rechts), gratulierten Heiko Wittrock zum Dienstjubiläum. Foto: msi

Thomas Eilers, Allgemeiner Vertreter von Bürgermeister Jens Kuraschinski, bedankte sich für die lange Dienstzeit Wittrocks. Rund 7000 Beisetzungen hat der Jubilar in den vergangenen 25 Jahren begleitet. Fingerspitzengefühl beim Umgang mit den Hinterbliebenen, Verantwortungsbewusstsein und vor allem Organisationstalent sind gefragt. „Wenn man um 10, 12 un 14 Uhr eine Beerdigung hat, dass muss das vom Ablauf alles passen“, sagte Wittrock. In diesem Zusammenhang bedankte er sich besonders bei seinem Mitarbeiter und Stellvertreter Richard Wetstein. „Er hält mir oft den Rücken frei.“
Das „Geschäft“ auf dem Friedhof hat sich in den vergangene Jahren enorm gewandelt. „Viele Menschen fragen jetzt nach, wie ein Beerdigung ablaufen könnte, erkundigen sich über alles, was mit der Beisetzung zu tun hat“, sagte Wittrock.
Dem pflichtet auch Thomas Eilers bei. „Das Friedhofsgeschäft hat sich geändert.“ Die Zahl der Erdbestattungen sei rückläufig. Dafür nehmen Urnenbestattungen zu. „Das teilt sich inzwischen jeweils zur Hälfte auf“, ergänzte Wittrock. Die Urnenbestattungen teilen sich wiederum in etwa 50 Prozent teilanonyme Beisetzungen auf dem Urnenfeld des Friedhofs und jeweils 25 Prozent Urnenbestattungen in Familiengräbern oder ganz anonyme Urnenbeisetzungen auf.
Zehn Jahre möchte der 50-Jährige seine verantwortungsvolle Aufgabe noch ausüben. „Dann muss man auch mal an etwas anderes denken“, sagte er.

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