Vereinsgeschichte in Alben verpackt

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Frauenverein übergibt Archiv an den Bürger- und Geschichtsverein

Wildeshausen. Stück für Stück verschwindet der Wildeshauser Frauenverein. Nachdem die Mitglieder im vergangenen Jahr für die Auflösung stimmten, ist der Vorstand nun mit der Abwicklung des Vereins beschäftigt. Am 31. Dezember wurde die Geschäftsstelle im Hau der Musikschule des Landkreises geschlossen. Die Geschäftsbücher sind der Stadt Wildeshausen übergeben worden.
Der weitaus größere Schatz ist jedoch das umfangreiche Archiv, dass der Vorstand um die Vorsitzende Brigitte O. Kaiser am Mittwoch dem Bürger- und Geschichtsverein übergab. Mehrere Fotoalben, Aktenordner mit Zeitungsausschnitten und Chroniken zeugen von dem mehr als sechzigjährigen Wirken des Frauenverein in und für Wildeshausen. „das waren nicht nur die fröhlichen, netten Zusammenkünfte in ihrem Verein. Sie haben auch viele gut Taten vollbracht und haben dabei immer still und leise gewirkt“, unterstrich Gerda Lehmensiek vom Vorstand des Bürger- und Geschichtsvereins. Nicht wenige in Wildeshausen würden den Frauenverein, der 1953 als Hausfrauenverein gegründet wurde, vermissen. Gründungsvorsitzende war Annemarie Schwarz (1953 / 1954). Ihr folgte Lisa Steenken (1954 bis 1974). Mit 38 Jahren Vorstandsvorsitz war Doris van Haaren die am längsten amtierende Vorsitzende, bevor Brigitte O. Kaiser dieses Amt im Jahr 2006 übernahm.

Das Archiv des Wildeshauser Frauenvereins liegt jetzt sicher verwahrt beim Bürger- und Geschichtsverein. Foto: msi
Gerda Lehmensiek, (links), der BGV-Vorsitzende Karl-August Kolhoff (Dritter von links) und Eva-Maria Ameskamp (rechts) nahmen das umfangreiche Archiv des Frauenvereins entgegen, das Doris Schauder (Zweite von links), Brigitte O. Kaiser (Dritte von) und Hi

Eva-Maria Ameskamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BGV, wird sich nun der Archivierung der zahlreichen Unterlagen, Dokumente und Fotos widmen.
Für den Vorstand des Frauenvereins stehen jetzt die letzten Abwicklungsformalitäten an. Das Vereinsvermögen geht entsprechend der Vereinssatzung an die Stadt Wildeshausen mit der Maßgabe, das Geld gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung zu stellen. „Wir wünschen uns, dass das Frauenhaus und der Hospizkreis etwas von dem Geld erhält“ ,sagte Kaiser. Und die Frauen wünschen sich, dass aus dem Restvermögen eine Bank angeschafft wird, die am Burgbergteich aufgestellt wird. „Und zwar so, dass man auf den Teich blickt“, betonten die Vorstandsfrauen. Alle anderen Bänke am Teich stehen nämlich mit der Rückenlehne zum Wasser.

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