Von Eisenbahn, Krieg und Scharfrichtern

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12. Jahresschrift des Wildeshauser Bürger- und Geschichtsvereins

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Der Fundus an Geschichten aus und über Wildeshausen scheint unerschöpflich zu sein. Bereits die 12. Ausgabe seiner Jahresschrift stellte der Bürger- und Geschichtsverein (BGV) Wildeshausen jetzt im Saal des historischen Rathauses vor. Darin finden sich erneut fünf Geschichten und Artikel über historische Geschehnisse der Stadt an der Hunte.
Unter dem Titel „Lebensader Schiene“ beleuchten Ulrike Berg und Günther Meyer die Geschichte der Eisenbahnlinie in Wildeshausen und des Wildeshauser Bahnhofs. Letzterer wurde in den vergangenen Jahren von Frank Stöver aus dem Dornröschenschlaf geweckt, saniert und wieder mit Leben gefüllt.

Vorstand und Autoren stellten die neue Jahresschrift des Bürger- und Geschichtsvereins vor. Foto: msi
Vorstand und Autoren stellten die neue Jahresschrift des Bürger- und Geschichtsvereins vor: Karl-August Kolhoff, Eva-Maria Ameskamp (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Manfred Rollié, Herbert Wappler, Ulrike Berg, Bernd Oeljeschläger, Gerda Lehmensiek und

Peter Heinken hat sich den Ereignissen, die zum Ausbruch des I. Weltkrieges gewidmet. Von den Folgen des Krieges, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, blieb auch Wildeshausen nicht verschont. Ein weiterer Artikel zu diesem Thema berichtet von einem Verwundetentransport aus dem französischen Reims nach Oldenburg. Bernd Oeljeschläger bearbeitete das Kriegstagebuch des Wildeshauser Taubstummenlehrers Karl Kenkel, der am 6. August 1914 als Unteroffizier zum 1. Bataillon des Reserveregiments 74 nach Oldenburg eingezogen wurde.
Kapuze, Beil und Henkerstrick lautet der Artikel von Gisela Wilbertz, in dem es um Scharfrichter, Halbmeister und Abdecker in Wildeshausen geht. Für die Geschichte des hauptberuflichen Strafvollstreckers bedeutete die Frühe Neuzeit eine besondere Epoche.
Im letzten Kapitel der aktuellen Jahresschrift setzt sich Prof. Dr. Uta Halle mit den Großsteingräbern der Region auseinander, die während des Nationalsozialismus zu „germanischen Kulthallen“ mutierten.
Die Jahresschrift, die sich auch als lesenswertes Weihnachtsgeschenk empfiehlt, ist ab sofort bei den Buchhandlungen bökers am Markt und Gildebuchhandlung, beim Verkehrsverein und im Büro des Bürger- und Geschichtsvereins im historischen Rathaus zum Preis von 10 Euro erhältlich.

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