Wasser und Manpower gegen Waldbrand

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Sechs Feuerwehren übten am alten Truppenübungsplatz bei Wildeshausen

Von Martin Siemer

Aumühle. Dank der feuchten Witterung sind Waldbrände im Moment nicht die größte Sorge der Feuerwehren. Wenn es dann doch einmal im Wald brennen sollte, dann ist viel Manpower gefragt. Diese koordiniert einzusetzen war Aufgabe einer großen Waldbrandübung in Aumühle, an der am vergangenen Sonntag Einsatzkräfte aus sechs Feuerwehren teilnahmen.

Auf einer Strecke von rund 900 Metern wurde mit mehreren Riegelstellungen versucht, das Ausbreiten des angenommenen Waldbrandes zu verhindern. Foto: Feuerwehr / Jannis Wilgen
Auf einer Strecke von rund 900 Metern wurde mit mehreren Riegelstellungen versucht, das Ausbreiten des angenommenen Waldbrandes zu verhindern. Foto: Feuerwehr / Jannis Wilgen

Jörg Kramer, Zugführer der Feuerwehr Wildeshausen, hatte die Übung ausgearbeitet. Angenommen wurde, dass es im Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes brennt. Das Feuer droht auf weitere Waldflächen überzugreifen. Aufgabe für die Feuerwehren aus Wildeshausen, Düngstrup, Dötlingen, Neerstedt, Ahlhorn und Cloppenburg war es, mittels sogenannter Riegelstellungen die Flammen zum Stehen zu bringen.
Au einer Länge von 900 Metern wurden diese Riegelstellungen in der Abschnitten von jeweils 300 Metern aufgebaut. Aus 27 Strahlrohren schleuderten die Feuerwehrleute dem vermeintlichen Brand das Löschwasser entgegen. Diese wurde unter anderem mit Tragkraftspritzen und insgesamt 2.500 Meter Schlauchleitungen aus der Aue und einem Hydranten in Aumühle zur Einsatzstelle befördert.
Zum Einsatz kam auch das Großtanklöschfahrzeug (GTLF) der Feuerwehr Cloppenburg. Der 24.000 Liter fassende Tanksattelzug diente als Wasserspeicher, der im Pendelverkehr von anderen Tanklöschfahrzeugen gefüllt wurde.

Das GTLF der Feuerwehr Cloppenburg diente als Wasserspeicher. Foto: Feuerwehr / Jannis Wilgen
Das GTLF der Feuerwehr Cloppenburg diente als Wasserspeicher. Foto: Feuerwehr / Jannis Wilgen

Kramer hatte als besondere Übungseinlage einen weiteren Waldbrand auf der anderen Seite des ehemaligen Truppenübungsplatzes an der Glaner Straße eingebaut. Einsatzkräfte wurden aus Aumühle abgezogen und zur neuen Einsatzstelle beordert.
Zum Einsatz kam auch die Drehleiter der Feuerwehr Wildeshausen. In ihrem Korb wurde ein Funkgerät als sogenannter Repeater installiert, der den Funkempfang in den bewaldeten Gebiet verbesserte.
Regina Dörrie, Leiterin des Forstamtes Ahlhorn und Kreiswaldbrandbeauftragte sowie Karl-Heinz Frese, Leite der Revierförsterei und zugleich Waldbrandbeauftragter der Gemeinde Großenkneten, machten sich ebenso wie Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski vor Ort ein Bild von dem Übungseinsatz. Kuraschinski ließ es sich nicht nehmen, das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Düngstrup, ein Unimog, durch das unwegsame Gelände zu steuern.
Nach Abschluss der Übung gab es für alle Beteiligten eine Stärkung vom Grill, die von der Forstverwaltung gestiftet worden war.

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