Wildeshauser Tafel versorgte 22.000 Menschen

(Kommentare: 0)

Lebensmittelangebot wird immer stärker in Anspruch genommen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Immer mehr Menschen nehmen die Hilfe der Wildeshauser Tafel in Anspruch. Nicht erst, seit dem im vergangenen Herbst auch in Wildeshausen und Ahlhorn die Zahl geflüchteter Menschen zugenommen hat. Im gesamten Jahr 2015 versorgten sich 22.000 Menschen mit Lebensmitteln in den beiden Tafel-Standorten in Wildeshausen und Ahlhorn. Diese Zahlen nannte Peter Krönung, Vorsitzender Wildeshauser Tafel während der Jahreshauptversammlung am Montagabend.

Im DRK Mehrgenerationenhaus führte die Wildeshauser Tafel ihre Jahreshauptversammlung durch. Foto: Martin Siemer
Im DRK Mehrgenerationenhaus führte die Wildeshauser Tafel ihre Jahreshauptversammlung durch. Foto: Martin Siemer

Im vergangenen Jahr waren Wildeshausen 225 Haushalte mit 613 Menschen und in Ahlhorn 297 Haushalte mit 701 Menschen gemeldet, die mindestens einmal innerhalb von sechs Monaten Waren bezogen haben, berichtete Krönung.
Mit dem Umzug in die neuen Räume im alten Feuerwehrhaus hat sich auch in Ahlhorn die Situation entspannt. Krönung bedankte sich bei Vermieter Gerd Grannemann für dessen Mithilfe. Ein Dank richtete der Tafel-Vorsitzende auch an die Unternehmen Grotelüschen und Hallo, Neerstedt, Garms, Aschenstedt und Schütte, Bergedorf. Sie hatten für die Tafel kostenfrei einen Unterstand errichtet, damit die Kunden an der Ausgabestelle Ahlhorn nicht im Freien warten mussten.
Investiert wurde auch in den Standort Wildeshausen. Der Boden in den Ausgabe- und Vorbereitungsräumen wurden für rund 12.000 Euro saniert. Einen Zuschuss gab es vom Bundesverband der Tafeln.
Das bei der Wildeshauser Tafel viel für die Unterhaltung und die Hygiene in den den Ausgabestellen und Lagerräumen getan wird, bestätigte auch das Gewerbeaufsichtsamt, das im September eine unangemeldete Kontrolle durchführte. „Bis auf einige wenige Spinnweben hatten die Damen nichts zu bemängeln“, freute sich Krönung.
Trotz der Investitionen und weiter Kosten für den Fuhrpark konnte Schatzmeisterin Zsuzsanna Vörös einen Überschuss verbuchen. Dieser fließt in die Rücklage des Vereins. Denn Peter Krönung blickt in die Zukunft. „Unsere Zeit in den Räumen der Himmelsthür ist begrenzt“, sagte er. Im Zuge der Dezentralisierung der Diakonie Himmelsthür könnte auch das zurzeit von der Tafel genutzte Gebäude nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Verein möchte dann möglichst ein eigenes Gebäude erwerben oder bauen. „Ich bin vor kurzen bei der Tafel in Verden gewesen, die so ein Gebäude mit eigenen Mittel realisiert haben. Es ist also machbar“, betonte Krönung.
Neben den regelmäßigen Ausgabeterminen in Wildeshausen (donnerstags zwischen 14 und 17 Uhr) und Ahlhorn (freitags 9 bis 12 Uhr) versorgt die Tafel auch das Mehrgenerationenhaus und verschiedene Wildeshauser Schulen mit Lebensmitteln.
92 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmern sich um den Transport der Lebensmittel, deren Aufbereitung und die Ausgabe. Durch verschiedene Aktionen konnte die Mitarbeiterzahl konstant gehalten werden. Immer wieder engagieren sich auch junge Menschen für die Arbeit der Tafel.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 9 und 3.