„Willkommen in Wildeshausen“

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Unterschriftenaktion setzt Zeichen gegen islamfeindlichen Proteste

Wildeshausen (pm). Unter dem Motto „Willkommen in Wildeshausen“ starten nun die Wildeshauserinnen Uta Barth, Kreszentia Flauger, Silke Grabbe und Kristiane Helter eine Unterschriftensammlung. Die islamfeindlichen Proteste in Dresden und anderen Städten aber auch diskriminierende Äußerungen von Wildeshauser Bürgern in sozialen Netzwerken haben die Frauen zu der Aktion veranlasst. Uta Barth freut über einen sehr positiven Start: „Es ist für uns sehr beeindruckend, dass wir als Erstunterzeichnende bereits den Bürgermeister, Vertreter aller Ratsfraktionen und den Ratsvorsitzenden, die Vorsitzende des Seniorenbeirats Christa Meenken, Pastor Lars Löwensen, Pfarrer Egbert Schlotmann, den HGV-Vorsitzenden Johannes Lenzschau, den ehemaligen Bürgermeister Franz Duin und die Vorsitzende des Jugendparlaments Anna-Lina Klatt gewinnen konnten.“

Willkommen in Wildeshausen will ein Zeichen gegen  ausländer- und islamfeindliche Demonstrationen setzten.

Silke Grabbe erläutert: „Es ist uns sehr wichtig, die Menschen, die hier ankommen, nicht auszugrenzen. Viele von ihnen mussten schreckliche Erfahrungen machen. Nun sollen sie sich sicher fühlen, freundlich angenommen werden und zur Ruhe kommen können. Wir laden alle ein, mit ihrer Unterschrift deutlich zu machen, dass wir in Wildeshausen die zugewiesenen Asylbewerber gern aufnehmen und nach unseren Kräften und Möglichkeiten begleiten wollen.“

Zum Verfahren erklärt Kreszentia Flauger: „Wir sammeln natürlich selbst Unterschriften, haben dies erfolgreich auch auf dem Weihnachtsmarkt gemacht. Aber wir wollen auch möglichst viele Geschäfte und andere Stellen mit Publikumsverkehr überzeugen, ab der kommenden Woche die Listen auszulegen und dies an der Tür oder am Fenster anzuzeigen. Wer mag, kann statt mit Unterschrift auch gern ab sofort per E-Mail den Text unterstützen, an .“

Außer Unterschriften sollen aber auch Ideen gesammelt werden, so Kristiane Helter: „Wir haben dafür eine Spalte in der Liste vorgesehen und nehmen gern auch Zusatzblätter mit Ideen entgegen. So wollen wir bis 18. Januar eine große Zahl an Unterschriften und viele interessante Ideen für ein freundliche Willkommenskultur und ein gutes Miteinander sammeln.“

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