Alle Zielgruppen ansprechen

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Landkreis bringt Klimaschutzkonzept auf den Weg

Landkreis. Weltweit wird über den Klimaschutz diskutiert. Jeder weiß, dass er notwendig ist, wenn wir auch in den kommenden Jahren noch auf diesem Planeten leben wollen. Die große Politik kann sich allerdings nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen. Dafür schiebt der Landkreis Oldenburg jetzt endlich sein eigenes Klimaschutzkonzept an.

Am Montagnachmittag tagte die interfraktionelle Lenkungsgruppe unter der Leitung des Ersten Kreisrats Carsten Harings. Dabei stellte sich mit der e-fect und der infas enermetric auch das Projektkonsortium vor, dass das Klimakonzept im Jahr 2014 begleiten wird. Im Mai 2011 hatte sich in der Wildeshauser Widukindhalle das Bürgerforum „100 Prozent Erneuerbare Energien Region Landkreis Oldenburg“ gegründet. Resultierende daraus beschloss der Kreistag im Frühjahr 2013, ein eigenes Klimaschutzkonzept auf den Weg zu bringen. Nachdem die Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt (BMU) sichergestellt war, erfolgte nun der Startschuss.

Neben dem Landkreis beteiligen sich auch die Gemeinden Großenkneten, Hatten, Hude, Wardenburg, die Samtgemeinde Harpstedt und die Stadt Wildeshausen an dem Projekt. Die Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee, die bereits eigene Klimaschutzprojekte auf den Weg gebracht haben, sitzen ebenfalls mit am Tisch und werden aus ihren Erfahrungen berichten.

„Das Klimaschutzkonzept ermöglicht es, die Bürgerinnen und Bürger in einem breiten Umfang mit einzubeziehen“, sagte Carsten Harings. Dabei setze man auf die positiven Erfahrungen aus den Arbeitskreisen zum Regionalen Raumordnungsprogramm.

Auch wenn das Projekt noch ganz am Anfang steht, einig waren sich die Mitglieder des Lenkungskreises; dass es kein Jahr Stillstand geben soll. „Das, was sinnvoll schon jetzt umgesetzt werden kann, wird angegangen“, sagte Harings. Man wolle kein Papier für die Schublade produzieren.

Reiner Tippkötter (infas enermetric) und Stefan Löchtefeld (e-fect) wollen eine Aufbruchstimmung im Landkreis erzeugen, um so Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Landwirte zu überzeugen, sich für den Klimaschutz zu engagieren. „Wir werden alle Zielgruppen ansprechen und auch die schon vorhandenen guten Umsetzungen, die vielfach noch nicht bekannt sind, aufzeigen“, sagte Tippkötter.

Denn auch bei den Unternehmen wird angesichts steigender Energiekosten der Handlungsdruck immer größer. Im Frühjahr ist eine große Auftaktveranstaltung geplant, ebenso eine Abschlussveranstaltung. Dazwischen soll es viele Aktionen und Workshops geben, um die Einwohner des Landkreises für das Klimaschutzkonzept zu begeistern.

Derzeit ist man dabei, den realen Energieverbrauch im Landkreis, also sowohl Heiz- und Elektroenergie als auch bei der Mobilität verbrauchte Energie zu erheben. Das soll dann der Maßstab sein, nachdem quantitative Energieeinsparungen bemessen werden.

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