Null Toleranz bei Gewalt

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Landkreis will Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen

Landkreis. Nicht erst seit dem tödlichen Angriff auf den Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont im vergangenen Jahr wird über die Gewalt gegenüber Behördenmitarbeitern diskutiert.

Auch im Landkreis Oldenburg kommt es jedes Jahr zu etwa 20 Vorfällen. Angefangen von der wüsten Beschimpfung bis hin zum tätlichen Angriff. Das berichteten Landrat Frank Eger und Franz Jokmin, Vorsitzender des Personalrates am Freitagvormittag. Beide stellte die „Grundsatzerklärung gegen Gewalt am Arbeitsplatz“ vor, die künftig in allen Geschäftsräumen des Landkreises aushängen wird.

Darin aufgeführt sind eigentlich Selbstverständlichkeiten. So wird jede Form körperlicher und psychischer Gewalt abgelehnt, das Mitbringen oder Zeigen von Waffen jeglicher Art nicht akzeptiert. Verbale Belästigungen, sexuelle Übergriffe, Sachbeschädigungen, Mobbing oder Stalking werden ebenso wenig toleriert.

Besonders in den Bereichen mit Publikumsverkehr wie die Jobcenter, im Sozialamt oder der Verkehrsbehörde kommt es immer mal wieder zu solchen Übergriffen.

Die Grundsatzerklärung ist eines von vier Modulen, mit denen die Kreisverwaltung auf die Entwicklungen in der Gesellschaft reagiert. „Im zweiten Modul werden wir organisatorische Dinge umsetzten, wie zum Beispiel die Zugangsmöglichkeiten zum Kreis“, erklärte Franz Jokmin, der die entsprechende Arbeitsgruppe der Verwaltung leitet. Auch sollen die Mitarbeiter im Umgang mit schwierigen Kunden geschult werden. Dazu gehört auch ein Deeskalationstraining.

Das vierte Modul wird sich mit den Ahndungsmöglichkeiten befassen. Haus- oder Ämterverbote sind nur einige Möglichkeiten.

Eger und Jokmin betonten jedoch, dass das Kreishaus nicht Fort Knox werden solle. „Wir sind eine offene Verwaltung und wollen dies auch beibehalten“, sagte Eger. Mit dem Aktionsprogramm wolle man den Spagat zwischen den Sicherheitsbedürfnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer bürgernahen Verwaltung schaffen.

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