Ermittlungen gegen Niels H. ausgeweitet

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Krankenpfleger hat möglicherweise weitere Medikamente gegen Patienten eingesetzt


Oldenburg/Delmenhorst (msi/pol). Staatsanwaltschaft und Polizei haben die Ermittlungen gegen den Krankenpfleger Niels H. ausgeweitet. Der Krankenpfleger wird verdächtig, Patienten in Kliniken in Delmenhorst und Oldenburg unberechtigt Medikamente verabreicht zu haben, in Folge dessen es bei den Patienten zu lebensbedrohlichen Folgen kam. H. wollte dabei seine Fähigkeiten bei der Reanimation unter Beweisstellen. In sechs Fälle wurde H. bereits rechtskräftig verurteilt. Bei weiteren Vernehmungen hat er auch die Verwendung eines weiteren Medikamentes zugegeben.
Durch die neuen Aussagen können die Ermittlungen nicht wie geplant im Juni abgeschlossen werden. „Die Ermittler müssen sämtliche Krankenunterlagen auswerten und ergänzende Sachverständigengutachten einholen. Basierend auf dem jetzigen Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass es keine weiteren Exhumierungen geben wird“, teilte die Sonderkommission „Kardio“ der Polizeidirektion Oldenburg heute mit.
Die toxikologischen Untersuchungen der entnommenen Gewebeproben dauern noch an.
Mit dem Abschluss ihrer Arbeit rechnen die Ermittler jetzt im Spätsommer 2017. Im August wollen Staatsanwaltschaft und Soko über mögliche weitere Substanzen und den abschließenden Stand der Ermittlungen informieren.

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