Schüler fragten nach

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Interessante Vorträge beim Seminarfachabend am Gymnasium Wildeshausen

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Nicht nur Lernstoff konsumieren, sondern selbst aktiv ein Thema erarbeiten, das ist die Basis des alljährlichen Seminarfachabends am Gymnasium Wildeshausen. Am Dienstagabend präsentierten Schülerinnen und Schüler des12. Jahrgangs ihre wissenschaftlichen Recherchen zu den verschiedensten aktuellen Themen, alles um der dem Motto „Nachgefragt“.So gingen sie unter anderem der Frage nach „I Pop Culture making us smarter“ und stellten die These auf „Sprache macht Spaß“.

Melina Allmandinger (17) aus Harpstedt widmete sich dem Productplacement in Spielfilmen. Anhand von verschiedenen James Bond Streifen und dem „Sex and the City“ Film zeigte sie anschaulich auf, wie geschickt Werbung in einen Film verpackt wird, so dass der Zuschauer diese überhaupt nicht mehr wahrnimmt.

Melina Allmandinger (vorne) widmete sich beim Seminarfachabend dem Productplacement in Spielfilmen. Foto: Martin Siemer
Melina Allmandinger (vorne) widmete sich beim Seminarfachabend dem Productplacement in Spielfilmen. Foto: Martin Siemer

Die bislang erschienen 24 James Bond Filme seien die effektivsten Productplacement Beispiele. Jeder kennt den „Wodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt“, den sich Bond in fast jeder Folge bestellt. Bis zum Heineken Bier, das den Martini in „Skyfall“ ablöste. Und im letzten Bond „Spectre“ sponserte der Staat Mexico 20 Millionen Dollar für die Produktion im eigenen Land. Dafür legte Daniel Craig als James Bond auch gleich zwei Häuser in Mexiko-Stadt in Schutt und Asche.Auch mit seinen Autos, angefangen vom Aston Martin über den Lotus bis zum BMW, sind namhafte Automarken dezent in den Filmen platziert.

Nach gravierender sind die Beispiel, die Melina Allmandinger im Film „Sex and the City“ aus dem Jahr 2010 vorstellte. In einer gut 90 Sekunden dauernden Filmsequenz werden alleine sieben Nobeldesigner wie Yves Saint Laurent oder Dior von einer Sprecherin aufgezählt. Bezogen auf James Bond stellte Allmandinger am Ende ihres souverän gehaltenen Vortrags fest: „Bond arbeitet nicht nur im Auftrag ihrer Majestät, sondern auch im Dienst der Werbekunden.“

Insgesamt 21 Fachbeiträge gab es über den Abend verteilt zu sehen und zu hören. Darunter Fragestellungen wie „Was darf Satire?“, „Sollte eSports als Sportart anerkannt werden?“, „Wie kann Muskelaufbau durch angepasste Ernährung beeinflusst werden?“, „Ist das Theater ein in Deutschland vom Aussterben bedrohtes Kulturerlebnis?“. Nicht nur viele Schülerinnen und Schüler verfolgten die Vorträge. Auch zahlreiche Eltern waren zum Seminarfachabend gekommen Unterhaltsam war auch der von Gymnasiasten produzierte Kurzfilm, der am Abend dem Publikum gezeigt wurde. Schülerinnen und Schüler des aktuellen Abiturjahrgangs kümmerten sich zudem um das leibliche Wohl der Gäste.

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