Sprachrohr für Menschen mit Handicap

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Auch in Wildeshausen soll es einen Behindertenrat geben

Von Martin Siemer

Wildeshausen. Im Landkreis und mehreren Gemeinden gibt es schon gewählte Vertretungen für Menschen mit Behinderungen. Nun soll auch in Wildeshausen eine solche Institution entstehen. Seit November trifft sich eine „Interessengemeinschaft zur Vertretung benachteiligter Personen“ regelmäßig, um den Weg dorthin vorzubereiten.
In der Interessengemeinschaft kommen Bürgerinnen und Bürger mit einem Handicap, aber auch Vertreter von Organisationen und Einrichtungen zum Austausch zusammen.
Ziel der Zusammenkünfte ist es, aus der Interessengemeinschaft in absehbarer Zeit einen Behindertenrat oder einen Behindertenbeirat erwachsen zu lassen.

Seit November trifft sich die „Interessengemeinschaft  zur Vertretung benachteiligter Personen“ regelmäßig, um den Weg zum Behindertenrat vorzubereiten. Foto: Martin Siemer
Seit November trifft sich die „Interessengemeinschaft zur Vertretung benachteiligter Personen“ regelmäßig, um den Weg zum Behindertenrat vorzubereiten. Foto: Martin Siemer

Mario Bögemann, Sprecher der Interessengemeinschaft, hat dazu erste Kontakte ins Stadthaus geknüpft. Bürgermeister Jens Kuraschinski und sein Stellvertreter Thomas Eilers zeigten sich ausgesprochen interessiert, berichtete Bögemann. In der kommenden Woche gibt es ein erstes offizielles Treffen mit der Verwaltungsspitze und weiteren Vertretern aus dem Stadthaus. Angedacht ist auch, dass Mitglieder der Interessengemeinschaft regelmäßig an Sitzungen von Ausschüssen des Rates teilnehmen. „Zunächst aber wohl nur als Zuhörer“, betonte Bögemann. Auch mit der Kreisbehindertenbeauftragten Rita Rockel habe er schon gesprochen,
Deutlich wird bei den Treffen, dass die unterschiedlichen Behinderungen auch unterschiedliche Anforderungen an die Umwelt mit sich bringen. Denn abgesenkte Bürgersteige sind für einen Rollstuhlfahrer oder den Nutzer eines Rollators eine Notwendigkeit. Für einen blinden Menschen hingegen stellen sie eine Hürde dar, denn mit dem Langstock ist nur noch schwer der Unterschied zwischen Bürgersteig und Fahrbahn zu ertasten.
Deshalb ist die Barrierefreiheit auch eines der Themen, welches die Interessengemeinschaft diskutiert. Auch die Schwierigkeiten, die sich oftmals im Umgang mit Behörden oder Krankenkassen ergeben, werden thematisiert.
Die Interessengemeinschaft trifft sich regelmäßig am zweiten Montag im Monat um 17 Uhr in den Räumen der Kindertagesstätte „Farbenfroh“ am Lehmkuhlenweg 1 in Wildeshausen.

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