Vieles ist in der Pipeline

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Neujahrsempfang des Handels- und Gewerbevereins

Wildeshausen. Er hatte schon etwas Eigenartiges, der Auftritt von Bürgermeister Dr. Kian Shahidi auf dem Neujahrsempfang des Handels- und Gewerbevereins (HGV) am Dienstagabend im Reitersaal des Hannoverschen Hofes. Kaum hatte er sin Grußwort beendet, stürmte Shahidi Richtung Ausgang.

Zwar hatte Johannes Lenzschau, Vorsitzender des HGV, bei der Begrüßung daraufhin gewiesen, dass sowohl Shahidi als auch der Erste Kreisrat Carsten Harings aus terminlichen Gründen nur kurz beim Empfang verweilen würden. Doch der rasante Abgang Shahidi war schon sonderbar. Lenzschau musste den Bürgermeister zurückrufen, um ihm als Dank für sein Grußwort eine Flasche „Unternehmergeist“ zu überreichen. In seiner kurze Ansprache hatte Shahidi von Mäusen Käse und Wurst geredet. Anhand von zwei Managementbüchern attestierte er der Politik, dass es ihr oft an weitsichtiger Strategie fehle. "Offenbar kommen viele politische Entscheidungen auch ohne Strategie aus“, sagte Shahidi.

Carsten Harings, der den erkrankten Landrat Frank Eger vertrat, klammert ganz bewusst nicht die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen Eger aus. „Eine Bewertung der Vorkommnisse verbietet sich, ich bin kein Jurist. Was mich aber stört, ist die Art und Weise wie mit dem Menschen Frank Eger in der Öffentlichkeit umgegangen wurde“; sagte Harings. Es handele sich dabei immerhin um Menschen mit Familien, das werde seiner Ansicht nach oft vergessen.

Johannes Lenzschau hatte in seiner Begrüßung einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2013 gehalten.“Viel ist im vergangenen Jahr passiert, nicht immer nur Positives. Lenzschau nannte dabei unter anderem die Sanierung der Pagenmarsch, die scherzhaft schon als „Pagenphilharmonie“ bezeichnet wird. Und auch die Abwanderung weiterer Betriebe aus Wildeshausen brachte der HGV-Vorsitzende zu Sprache.

„Doch es gab auch nicht zu verachtende Lichtblicke“, konstatiere Lenzschau. Dazu zähle unter anderem das wiedererstarkte gemeinsame Handeln der Ratsfraktionen. „Es wurde die große Gemeinsame Richtung wiedergefunden.“ Erneut forderte Lenzschau eine zentrale Anlaufstelle für die Wirtschaftsförderung im Stadthaus. „Ich appelliere an den Rat, geben sie die dafür notwendigen Mittel frei.“ Vieles sie inzwischen in der Pipeline. „Insgesamt ist Wildeshausen im Jahr 2014 ein Stück weiter als 2013“, zog er ein positives Fazit.

Nach einer kurzen Pause stellten sich mit Sabine de Buhr-Deichsel und Jens-Peter Hennken die beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Wildeshausen vor. Beide umrissen kurz und knapp ihre Ziele und Visionen für die Kreisstadt Wildeshausen.

Den Abschluss des Abends bildete erneut Torsten Koschnitzke. Der Business-Coach regte die über 120 Gäste des Neujahrsempfangs an, über den Tellerrand hinwegzuschauen und nicht immer nur das Negative an Wildeshausen zu betrachten. „Ändern sie ihre eigene Einstellung, die läßt sich am leichtesten beeinflussen“, riet Koschnitzke.

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